Cefalu für Insider

Cefalù

 

Bestimmt habt ihr schon von Cefalù gehört – der „Perle des Mittelmeers“ mit ihren Stränden, dem beeindruckenden arabisch-normannischen Dom und vielem mehr.
Vielleicht habt ihr gelesen, wie „schön“, „zauberhaft“, „beeindruckend“ die Stadt sei. Wir können bestätigen – das alles ist wahr! Und doch möchten wir euch anders an Cefalu heranführen und die üblichen Touristenrouten verlassen. Wir eröffnen euch eine andere Perspektive – mit echten Insider-Tipps!

 

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Uns gefällt die Vorstellung des Reisenden als Maler und seine Reise als Leinwand, die gefüllt werden möchte. Cefalù hält für ihre Besucher eine reichhaltige Palette einmaliger Farben bereit! Sobald ihr den Pinsel in die Hand nehmt, öffnet die Augen und trefft eure eigene Farbauswahl.

 

Wer an Sizilien denkt, dem fallen sicherlich als Erstes das Blau des Mittelmeers und das Gold seiner Strände ein. Wir möchten euch vorschlagen, ein wenig Weiß beizumischen. Es scheint verrückt und vielleicht hättet ihr nie daran gedacht, aber es ist eine einmalige Erfahrung auf Sizilien den Schnee zu erleben. Ihr müßt euch vorstellen, dass es in den die Stadt umgebenden Bergen pünktlich zum Ende jeden Jahres schneit. Wir sind also auch mit dem Skifahren vertraut, nicht nur mit Bootfahrten und Fischen.

 

Ein Farbtopf, aus dem ihr euch verschwenderisch bedienen könnt ist das Grün, die Farbe der an Pflanzen aller Art reichen Natur. Ein Grün, das immer intensiver wird, wenn ihr euch dem Naturschutzgebiet „Parco delle Madonie“ nähert. Ein Ausflug, den wir euch sehr ans Herz legen, vor allem wenn man das authentische und ländliche Sizilien kennenlernen möchte.

 

Welche Farbe darf auf keinen Fall auf der Farbpalette eines Malers fehlen? Das Rot natürlich, das eure Abende in Cefalù begleitet. Es begegnet euch im romantischen Sonnenuntergang am Meer und in dem guten Glas Syrah oder Nero D´Avola, das ihr dazu in der Hand halten solltet. Ihr werdet nie mehr weg wollen…

 

Blau, Gelb, Grün, Rot, Weiß – mischt die Farben wie es euch gefällt und es entsteht etwas Magisches.
Apropos Magie, vergesst das Schwarz nicht. Cefalù hat eine mysteriöse, geheimnisvolle Seele, die kurz aufblitzt um sich dann wieder zu verbergen. Wenn ihr am Ende dieser Seite angekommen seid werdet ihr wissen, wovon wir sprechen.

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Legenden, Klatsch und Kostbarkeiten – die Geschichte Cefalùs

 

 

Wenn ihr euren Besuch in Cefalù einem „Autorisierten Touristenführer“ anvertraut, erwartet euch eine Lawine an langweiligen Informationen, die ihr schon am Ende des Tages wieder vergessen habt.
Besser ist es deshalb sich selber zu entscheiden, wieviele „langweilige Dinge“ man über Cefalu wissen möchte. Hier verraten wir euch „Kostbarkeiten“, die wahrscheinlich niemand anderes, weder eine Person noch das Internet, kennt. Denn Rest werden wir euch erzählen, wenn ihr uns in unserer Sprachschule besucht. Fangt doch inzwischen schon an, eure Skizze zu zeichnen.

 

 

Cefalù – zurück zu den Ursprüngen

 

Die Geschichte Cefalùs beginnt in der griechischen Antike, als die ersten Siedler ein kleines Zentrum auf dem Hausberg „Rocca di Cefalù“ gründeten. Ihr Leben spielte sich rund um den „Tempel di Diana“ – dem Dianatempel ab, der auch heute noch ein Wallfahrtsort für Studenten und Liebhaber der antiken Wissenschaften ist.

 

Die Geografie des Gebietes machte Cefalù zu einer praktisch uneinnehmbaren Festung. Während der Römerzeit begannen die Einwohner mit der Besiedlung direkt am Meer, errichteten eine Stadtmauer und erbauten die Stadt im typischen Fischgrätmuster.  Abschnitte der alten Mauer sind heute noch im Norden vorhanden, sowie Teile der vier Stadttore, von denen eines noch intakt ist: die herrliche „Porta Pescara“ am Hafen.

 

Die Kathedrale von Cefalù und ihre Symbole

 

Das heutige Erscheinungsbild Cefalùs wurde durch die Herrschaft der Normannen geprägt. Als der legendäre Roger II sich entschieden hatte, seinen Hofstaat von Palermo nach Cefalù zu verlegen, wollte er die Sympathie des Papstes gewinnen und schenkte der Stadt als Gotteshaus einen Dom (der übrigens seit 2015 UNESCO-Weltkulturerbe ist): nicht irgendeine Basilika sondern ein echtes Juwel, für das er byzantinische Künstler für die Mosaiken, arabische Handwerker und ein hochkarätiges Team an Theologen anheuerte, das eine bestimmte Geschichte entwerfen sollte: die Transfiguration, die „Verklärung des Herrn“.

 

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Gold und Licht sind die Hauptfiguren dieser Erzählung und dienen dazu, die Szene, in der Jesus auf den Monte Tabor in Palästina ging und auf dem Gipfel Licht und Geist wurde, flankiert vom Urvater Moses zu seiner Linken und dem Propheten Elias zu seiner Rechten, eindrucksvoll darzustellen. Wenn die Gläubigen zur Kathedrale hinauf stiegen (das Verb ist nicht zufällig gewählt, tatsächlich thront der Dom über dem Stadtzentrum), wurden sie von dem durch das Fenster einfallende Licht und das Gold der Mosaiken geblendet.
Das Motiv der Verklärung findet sich auch in den zwei Türmen des Doms, deren Zinnen unterschiedlich sind: auf der linken Seite repräsentieren die Zinnen ein aufgeschlagenes Buch und erinnern an die Tafeln mit den zehn Geboten, auf der rechten Seite stellen sie Flammen dar und erinnern an Elias, der in einem Feuerwagen in den Himmel aufgestiegen ist. Das Licht scheint bei der Planung der Kathedrale eine der stärksten Kräfte zu sein.

 

Dieses bezeugt ein seltsames Ereignis, das sich nur einmal im Jahr ereignet und das immer den legendären Normannenkönig als Hauptperson hat: jeden 28. Februar dringt ein Sonnenstrahl durch einen kleinen Schlitz in der Vierung und erleuchtet mit unglaublicher Präzision den Punkt, an dem sich ursprünglich der Sarkophag des Roger II befand (der Körper liegt mittlerweile im Dom von Palermo). Was ist das Ungewöhnliche daran? Nun, der 28. Februar ist nicht irgendein Datum, sondern nach der Legende ist Roger II an diesem Tag im Jahre 1154 gestorben!
Für alle, die dieses Thema interessiert, organisiert Solemar Seminare zu „Legenden, Mythen und Aberglaube“ in Sizilien, eine gute Gelegenheit, den finsteren Traditionen der sizilianischen Kultur auf den Grund zu gehen.

 

Die erdrückende Präsenz der sizilianischen Kirche

 

Die Aufgaben, die sich Roger vorgenommen hatte, endeten nicht mit dem der Bau der Kathedrale und der Neuorganisation der Stadtstruktur . Der Normannenkönig hatte sich vielmehr entschlossen, Cefalù zu einen Bischofssitz zu erheben und somit die Stadt zu einem der wichtigsten und einflussreichsten Zentren der Insel zu machen. Die Bischöfe in Cefalù hatten oft mehr Macht als die politischen Kräfte: sie konnten über jeden Aspekt des öffentlichen Lebens entscheiden und gerieten so häufig in Konflikt mit der weltlichen Administration; schnell erlangten sie das Monopol über die gemeinnützigen  Einrichtungen, gründeten eine Bank für Pfandleihgeschäfte („Monte dei prestiti“, das Gebäude befindet sich in der Via Mandralisca), mit der sie in kurzer Zeit ihr Vermögen vergrößerten. Sie hatten die volle Verfügungsgewalt über Kapital und Immobilien und konnten zahlreiche Besitztümer auch im Umland erwerben. Nehmen wir als Beispiel die Rekonstruktion des Kreuzganges der Kathedrale: um das Jahr 1600 wurde der Kreuzgang zunächst abgebaut, dann ein 5m tiefer Graben ausgehoben und der Kreuzgang neu positioniert. Diese „mehr als notwendigen Umbauarbeiten“ gaben dem Bischof die Möglichkeit, den Kreuzgang direkt von seinem Wohnhaus zu erreichen (in der Tat, vorher mußte er sich die Mühe machen durch die Kathedrale zu gehen). Eine nicht sehr kostengünstige Marotte

 

Die Präsenz des Bischofs in Cefalù hatte immer einen großen Einfluss auf die öffentliche Meinung der Cefaludesi und letztendlich auch politische Folgen. Dieses bezeugt auch die turbulente Beziehung der Bürgerschaft zum Magier Aleister Crowley, dem zum Beispiel nie ein Museum gewidmet wurde, obwohl seine Anwesenheit in Cefalu auf weltweite Resonanz gestoßen wäre.

Aber die Kirche hatte nicht nur in Cefalù ihre Hände im Spiel. Wusstet ihr zum Beispiel, dass der Schädel der Sant´Anna (der Mutter Marias) von den Tempelrittern geraubt und in der Umgebung von Cefalù versteckt wurde? Heute befindet er sich in Castelbuono, nachdem er viele Jahrhunderte lang von der mächtigen Familie der Ventimiglia versteckt und geschützt wurde, was unter dem Deckmantel der mächtigen Kleriker von Cefalù geschah.

 

Das mittelalterliche Waschhaus

 

Wir haben über die öffentliche Meinung gesprochen, dazu gibt es abschließend noch interessantes zu erzählen, bevor wir fortfahren. Einen besonderen Blick sollte man dazu unbedingt auf ein weiteres wunderbares mittelalterliches Erbe werfen, dem „Lavatoio Medievale“ – dem mittelalterlichen Waschhaus (auf sizilianisch „U Ciuni“ – „der Fluss“ genannt), hier ertönte „Volkes Stimme“ besonders laut. Denn an diesem magischen Ort, durch den das Wasser des Flusses Cefalico fließt bevor er das Meer erreicht, gingen die alten Frauen zum Wäsche waschen und um zwischen den Waschgängen ausgiebig zu klatschen und zu tratschen.  Wer weiß wie viele schmutzige Geheimnisse sie sich erzählt haben und wie viele aussergewöhnliche Kostbarkeiten mit dem Wasser des Flusses weggespült wurden! Aber keine Angst, die allerschönsten erzählen sich die Einwohner von Cefalu noch heute. In unserer Sprachschule werden viele dieser Geschichten als Unterrichtsmaterial verwendet.

 

 

 

Cefalù im Sommer – am Meer

 

 

Wer Cefalù besucht denkt sofort an einen Urlaub am Meer. Aber ganz ehrlich, nach einigen Tagen kann auch das schönste Strandleben ein wenig langweilig werden. Ausserdem ist der Strand in der Hauptsaison so voll, dass ihr erst einige Turnübungen vollführen müßt, bevor ihr euer Sonnenbad genießen könnt: Weitsprung über Badetücher, Langstreckenlauf um die eigene kleine Strandlücke zu finden, verschiedene Freikörperübungen um Frisbees und Schlägern auszuweichen…).

Hier haben wir deshalb für euch einige echte Insider-Tipps.

 

 

A. Der Strand von Castel di Tusa. Dieser Strand liegt ein wenig entfernt, aber wir möchten euch diesen empfehlen, denn er wurde mit der „Blauen Flagge“ ausgezeichnet als einer der schönsten Strände Italiens – einfach grossartig. Euch erwartet kristallklares Wasser und ein Kieselstein-Strand.
Die Gegend um Tusa ist sehr interessant dank der Verrücktheiten des Künstlers Antonio Presti, der unter dem Oberbegriff „Fluß der Künste“ zeitgenössische Kunstwerke in der Landschaft installiert hat – Pyramiden, Fenster zum Meer…einfach fantastisch anzusehen.

 

B. Der Strand von Pollina. Dieser Strand liegt 15km entfernt in der Nähe des legendären Feriendorfes Valtur und wird fast nur von Einheimischen besucht.

 

C. Der Strand von Sant´Ambrogio. Feiner Kieselstrand, der sowohl von Einheimischen als auch von Politikern und sizilianischen VIPs sowie „Insidern“ frequentiert wird. Es gibt dort zwei gut ausgestattete Strandbäder („Lido“) und ein sehr gutes Restaurant.

 

D. Der Strand „Coast House“. Dieser Zugang zum Meer ist gut zu Fuß oder per Fahrrad erreichbar (3km vom Zentrum entfernt). Auch hier findet man Kieselstrand und der Meeresboden ist sehr klar mit vielen Felsen, zwischen denen sich Fische und Kraken verstecken.

 

E. Der Strand von Kalura. Der schönste Meereszugang im Zentrum Cefalùs. Eine kleine Bucht mit vielen Felsen – auf Instagram findet man dazu ein „Like“-Feuerwerk.

 

F. Der Strand von Mazzaforno. Man erreicht den Strand auf der SS in Richtung Westen, an der großen Kreuzung nach rechts über eine kleine Brücke Richtung Meer. Man trifft dann auf einen fast menschenleeren Sandstrand (nur im August herrscht auch hier reges Treiben).

 

G. Der Strand von Salinelle. Den Strand erreicht man nach ca. 7km auf der SS Richtung Palermo (in einer Kurve gibt es auf der linken Seite ein Hinweisschild Richtung Meer). Der breite Sandstrand wird landseitig von herrlicher Natur umgeben und fast nur von Einheimischen besucht. Oft gibt es hier guten Wind und es ist ein idealer Ort zum Drachen steigen lassen oder einen Kurs im Kitesurfen oder Windsurfen zu belegen. Am Strand gibt es auch eine Bar, wo man essen und sich mit einem kühlen Bier erfrischen kann.

 

 

 

Jährliche Veranstaltungen in Cefalù

 

 

Ihr habt euch entschieden nach Sizilien zu reisen, Cefalù zu eurem Ziel gemacht und sucht nach Geheimtipps für besondere Events. Wunderbar, wir können euch versichern, dass es auf Sizilien das ganze Jahr über Veranstaltungen gibt:  Prozessionen, Dorffeste, Musik und Kultur fehlen nie! Entdecken wir sie zusammen!

 

 

Gegen die Schwerkraft auf dem „fettigen Mast“

 

Das Veranstaltungsprogramm, das in Cefalù angeboten wird, steht immer in Verbindung mit typischen lokalen Produkten, Traditionen und natürlich Religion. In diesem Sinne ist das bekannteste Fest das des „Santissimo Salvatore“, das jährlich vom 4. bis 6. August stattfindet. Der letzte Tag ist ohne Zweifel der wichtigste, denn hier könnt ihr nicht nur die Prozession begleiten und die Stände an der Strandpromenade besuchen sondern auch an der Mole dem die ganze Stadt begeisternden alten Wettkampf  „Ntinna a mari“ beiwohnen.

 

Was geht da vor sich? Ganz einfach: ein mit Fett eingeschmierter Mast wird waagerecht einige Meter über dem Hafenbecken angebracht, an seinem äusseren Ende hängt eine Flagge. Das Ziel des Spiels, an dem nur Fischer aus Cefalù teilnehmen dürfen, ist die Ergreifung der Flagge, bevor man ins Meer fällt. Wenn ihr glaubt, das sei ein Kinderspiel irrt ihr euch gewaltig und seit neustem steht es sogar im Guinness Buch der Rekorde.
Im August sind die Straßen Cefalùs mit dem Kef´Art Festival, dem Camp@art Festival und Festen der traditionellen Gastronomie wie dem Pasta a Taianu voller Musik und Farbe.

 

Handgemachte Musik und Straßenkunst

 

ypsigrockWir möchten euch raten, nicht nur die Veranstaltungen in Cefalù zu besuchen, sondern auch ein Augenmerk auf die umgebenden Dörfer zu legen, die man leicht mit dem Auto erreichen kann und die absolut sehenswert sind.

Vor allem das nur 20 Minuten entfernte Castelbuono ist ein besonderer Tipp, denn das Indie Rock Festival Ypsigrock (Indie, Alternative Rock, Elektronik) ist eines der besten Festivals Italiens mit internationaler Ausstrahlung.

Ein weiteres mittlerweile viel beachtetes Straßenkunstfestival – Valdemone Festival – findet im August im malerischen Pollina statt. Für Liebhaber dieser Kunst ein absolutes Muss.

 

 

Volle Fahrt voraus!

 

Im Mai werden die Madonien jedes Jahr zur Kulisse des legendären Autorennens Targa Florio. Es handelt sich um das weltweit älteste Autorennen auf öffentlichen Strassen, dass einstmals sogar international Beachtung fand, sich aber im Laufe der Jahre vom röhrenden Bolidenrennen zu einem beschaulichen Oldtimertreffen entwickelt hat.
Obwohl sich der Charakter der Veranstaltung geändert hat, zieht sie immer noch viele Autoliebhaber an. Ein Hauch 50er und 60er Jahre weht durch die Strassen, wenn Männer mit stylischen Brillen und Frauen mit flatternden Kopftüchern in ihren Schmuckstücken vorbeifahren. Andere wiederum vermissen  das echte Rennen und geben zwischendurch eine kleine Kostprobe ihres fahrerischen Könnens.
Wer Freude an Autos hat kommt voll auf sein Kosten und sollte unbedingt dabei sein.

 

 

 

Schnee im Sommer?

 

Wir möchten euch noch ein Fest ans Herz legen, dessen Namen man für einen Scherz halten könnte: Das „Schneefest“, das jedes Jahr in Polizzi Generosa stattfindet. Warum ein Scherz? Weil das Fest dem Thema zum Trotz, im tiefsten Hochsommer, im Juli, stattfindet. Im schönen Polizzi könnt ihr frische  Bergluft atmen und entdecken, wie einfallsreich die Sizilianer früher das Eis des Winters bis in die heissen Sommermonate konserviert haben, um die Insel auch zu den in dieser Zeit stattfindenden Feierlichkeiten mit köstlicher Granita (ein spezielles Sorbet) versorgen zu können.

 

 

 

Klappe, Film ab!

 

 

Die Schönheiten Cefalùs bilden die perfekte Kulisse für Filme, Musikvideos und Werbespots. Unzählige Schauspieler haben in ihren Gassen oder auf den Terrassen am Meer gedreht. Wir möchten euch drei besonders gelungene Videos vorstellen, die ihr euch im Internet ansehen könnt.

 

 

Gordon Ramsey in Cefalù

 

Fangen wir mit einem weltbekannten Mythos an – es möge derjenige die Hand heben, der noch nie vom Vielfach-Sterne-Koch Gorden Ramsey gehört hat.

Masterchef USA, Hell´s Kitchen, Nightmare Kitchen (in Deutschland unter dem Namen „In Teufels Küche“ bekannt), wem sagt das nichts? In dem vorgestellten Video sieht man, wie er starrköpfig versucht, im stürmischen Meer vor Cefalù einen Tintenfisch zu fangen.

 

 

Onkel Oskar

 

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Keine Angst, wir wollen an dieser Stelle nicht über unseren Onkel Oskar sprechen, sondern über die berühmteste Trophäe der Welt.

Erkennt ihr den Film auf dem Bild rechts? Richtig, Cinema Paradiso. Dieses Meisterwerk des sizilianischen Regisseurs Giuseppe Tornatore wurde in Bagheria und Cefalù gedreht und 1990 mit dem Oskar für den besten ausländischen Film ausgezeichnet.

Die Filmszene auf dem Foto entstand an einem der schönsten Plätze Cefalùs, dem alten Hafen, den die Einheimischen schlicht  „il Molo – die Mole“ nennen. Wenn ihr den Film noch nicht gesehen habt, solltet ihr euch schnellstens die DVD besorgen.

 

 

Ein Schluck Sizilien

 

Orangen sind ein Symbol Siziliens. Vielleicht deshalb hat sich Sanpellegrino entschieden, den Werbespot 2015 in Cefalù zu drehen.

Schaut euch mal das Video rechts an: man kann die magische Atmosphäre spüren, die die charakteristischen Gassen unserer Altstadt durchweht (offensichtlich wurden die Fassaden der Häuser nachträglich retuschiert, aber an Farbe mangelt es in Cefalù wahrlich nicht).

 

Wodka mit Erdbeeren

 

Wir beenden die Kamerafahrt mit einem Tusch. Der aus Catania stammende „X Factor “ – Gewinner Lorenzo Fragola hat sich entschieden, den Video-Clip zu seinem Hit #fuori c´è il sole am Strand und in den Strassen Cefalùs zu drehen.

Der Sommerhit des Jahres 2015 hat den jungen Songwriter an die Spitze der italienischen Charts katapultiert und damit auch Cefalù im Fernsehen und auf YouTube zu großer Präsenz verholfen. Bravo Lorenzo!

 

 

 

Mona Lisa wer?

 

 

Ritratto-ignoto-marinaioEs wird immer gesagt, dass Leonardos Gioconda (der italienische Name der Mona Lisa) das Sinnbild für Rätselhaftigkeit und Geheimnis wäre. Es gibt unzählige Bücher, die sich ihrem schönen und gleichzeitig beunruhigendem Lächeln widmen.

Nun, wenn ihr echte Kunstliebhaber seid kennt ihr bestimmt das Porträt rechts. Wer Cefalù besucht, dem wird früher oder später dieses Gesicht über den Weg laufen. Geschäfte, Bars, Reisebüros – es wird euch überall in vielen verschiedenen Ausführungen begegnen.
Wir sprechen über das „Porträt eines unbekannten Seemannes“ von Antonello da Messina. Der sizilianische Maler schuf es zwischen 1465 und 1476, es befindet sich heute im Museo Mandralisca in Cefalù. Dieses Bild, inspiriert von der flämischen Malerei und Ausgeburt des aussergewöhnlichen Talents Antonellos, wurde mit der Zeit zum Aushängeschild Cefalùs, um das es Italien und die Welt beneidet.

 

Bekannte Schriftsteller wie Leonardo Sciascia haben sehr leidenschaftlich über diesen interessanten Seebären geschrieben. Der aus Messina stammende Schriftsteller Vincenzo Consolo widmete ihm einen ganzen Roman
„Das Lächeln des unbekannten Matrosen“, in dem man die vielleicht beste Beschreibung findet:

 

„Ein ironisches Lächeln, bissig und bitter zugleich, von einem der viel weiß und viel gesehen hat.“

 

Sehr gut beschrieben, würden wir sagen. Ein Lächeln, das viel von der sizilianischen Seele erzählt, undurchdringlich aber gleichzeitig charmant und listig. Ein Lächeln, das jeder Sizilienurlauber gesehen haben sollte.

 

 

 

Cefalù für Familien

 

 

Wir möchten euch zeigen, warum Cefalù der ideale Urlaubsort für Familien ist.

 

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Wir haben auf dieser Seite schon viele Gründe genannt, warum es sich lohnt, unsere kleine Stadt zu besuchen. Das Besondere an Cefalù ist die Mischung aus gemütlicher Kleinstadt (alles ist zu Fuß zu erreichen, es ist absolut sicher und man kommt leicht in Kontakt mit den Einheimischen) und Metropole (man kann internationale Atmosphäre atmen, es gibt viele Veranstaltungen, Restaurants und das kulturelle Angebot ist vielfältig),

 

Badespaß

 

Für Familien mit Kindern haben die Strände und Strandbäder spezielle Angebote.  An der Küste kann man lange Spaziergänge machen, Fahrradfahren, Drachen steigen lassen und vieles mehr. Und dann – der wichtigste Punkt an einem heißen Sommertag – kann man sich draussen vor eine der zahlreichen Bars setzen und sich mit einem leckeren Eis erfrischen!
Als meeresnahe Alternative können wir euch das Spaßbad „Aquaverde“ empfehlen, nur 10 Minuten mit dem Auto von Cefalù entfernt.  Hier gibt es Unterhaltung für die ganze Familie – von Wasserrutschen bis Wellness.

 

Frische Luft tanken

 

Frische Bergluft tut Kindern gut! Wir empfehlen deshalb einen Ausflug in den Abenteuerpark im nahen Madoniengebirge „Parco Avventura Madonie“, wo man einen Baum-Kletterpfad erklimmen, Mountainbike-Touren unternehmen, Reitausflüge und Orientierungswanderungen mit Karte und Kompass erleben kann. Oder man unternimmt auf eigene Faust etwas in diesem wunderschönen Naturschutzgebiet.

 

Entspannung im Grünen – und das mitten in Cefalù

 

 

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Selbstverständlich möchten wir Familien mit Kindern an dieser Stelle auch familienfreundliche Unterkünfte empfehlen. Cefalù hat sicherlich sehr viele Unterkünfte zu bieten, aber möchtet ihr euch unter Touristenmassen in einer lauten Umgebung wiederfinden? Wenn ihr Unabhängigkeit liebt, können wir euch eine Ferienwohnung in der Villa Caterina empfehlen.

In dieser paradisisch gelegenen Villa gibt es großzügige Ferienwohnungen mit Küche, Klimaanlage, gratis WLAN und alles weitere, was ihr für einen entspannten Aufenthalt braucht. Der wichtigste Pluspunkt ist aber mit Sicherheit der große, mediterrane Garten. Eure Kinder können mitten im Grünen spielen, in eine kleines Schwimmbecken springen, Schildkröten kennenlernen, Goldfische im Teich beobachten und mit unserem süßen, kleinen Hund Iva tollen!

 

 

 

Cefalù im Winter

 

 

Orte und Häfen am Meer sind zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Cefalù ist keine Ausnahme und bewahrt seinen Reiz auch während der Wintermonate. Wir empfehlen einen Spaziergang am menschenleeren Strand ohne Liegen und Sonnenschirme, nur das Rauschen der Wellen in den Ohren, ein überwältigendes Gefühl! Für alle die Ruhe suchen, genau das richtig. Aber auch Abenteuerlustige finden in und um Cefalù reichlich Angebote – jeder Urlauber findet hier seine Nische.

 

 

Auf in die Berge!

 

Wer gerne wandert sollte sich ins Madoniengebirge aufmachen, das sich gleich hinter Cefalù erhebt, auch Mountainbike-Freunde kommen bei der Fahrt durch die Wälder auf ihre Kosten. Ein Spaziergang durch den Bosco (Wald) del Guarneri entspannt nachhaltig, denn auch hier ist die Natur und der weite Blick spektakulär. Ihr habt die Wahl!

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Meer und Schnee, Surfen und Skilaufen – in Sizilien geht beides gleichzeitig

 

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Im Winter sind die Berge rund um Cefalù schneebedeckt und wer die Höhen liebt und Ski oder Snowboard fahren kann, sollte mindestens einen Tag am Piano Battaglia verbringen, wo Pisten und Skilifte auf euch warten. Es scheint absurd, aber die Geografie und das milde Klima ermöglichen an vielen Tagen eine ungewöhnliche Erfahrung: morgens das Meer geniessen und nachmittags den Schnee. Der Unerschrockene steigt morgens aufs Surfbrett und nachmittags aufs Snowboard und beendet den Tag mit einem breiten Lächeln. Vielleicht habt ihr Lust, das mal auszuprobieren.
Wenn ihr einen Mietwagen zur Verfügung habt und euren Kindern etwas Besonderes bieten möchtet, dann besucht unbedingt den Abenteuerpark „Archeodromo delle Madonie“.  An diesem fantastisch gelegenen Ort könnt ihr vergnügliche Stunden mit experimenteller Archäologie verbringen: ein Feuer entzünden wie in der Steinzeit, die Bearbeitung von Steinen, Knochen und Holz erlernen, die Entwicklung von Kulturtechniken wie Weben oder Ackerbau nachvollziehen und vieles mehr.

 

 

 

Veranstaltungen im Winter

 

 

Wer denkt, Cefalù ist nur ein Reiseziel für den Sommer, der irrt! Auch während der Wintermonate mangelt es nicht an Aktivitäten. Es finden Feste in der Stadt und in den Dörfern statt, Musikfestivals, Kinoveranstaltungen und Tanzevents.

 

 

Maskenball

 

In der Karnevalszeit gibt viele bunte Umzüge in den nahen Orten der Madonien und in Termini Imerese, für die sich alle Bewohner sehr engagieren.

 

 

Osterüberraschungen

 

CefaluIn der Osterzeit zwischen März und April kann man in jedem Dorf der Madonien an Osterprozessionen und Zeremonien teilnehmen, die nach jahrhundertealten Ritualen ablaufen.  Wenn ihr eine Leidenschaft für Traditionen habt und das authentische Sizilien kennenlernen möchtet, sind dieses einmalige Erlebnisse.
Ein weiteres großes Ereignis ist der „Earth Day“, der in der dritten Aprilwoche stattfindet. Das Ziel dieser Veranstaltung ist die Stärkung des Umweltbewusstseins, interessant für Jung und Alt.
Am Ostersonntag bietet die Gemeinde Gangi eine wunderbare folkloristische Veranstaltung, bei der die Gläubigen in einen Wettstreit der besonderen Art treten – die Herstellung von Dekoration mit Hilfe einfachster Materialien wie Brot und Gemüse. Ein wahrlich friedlicher Wettkampf, der den üblichen Konflikt der an den typischen sizilianischen Prozessionen teilnehmenden Bruderschaften in Wohlgefallen auflöst.

 

 

 

Streetfood und Bio

 

Cerda

Immer im April findet in Cerda ein spezielles Fest zu Ehren des erfolgreichsten regionalen Produktes statt: die Artischocke. Wir sprechen hier nicht nur über den kulinarischen Genuss, nein, es handelt sich hierbei wirklich um aufrichtige Anbetung. Man stelle sich vor, im Zentrum des Ortes hat man eine enorme grüne Statue postiert, die eine gigantische Artischocke darstellt!

 

Im Oktober widmen sich die Sizilianer der Olivenernte. Eine sehr befriedigende Tätigkeit für alle, die die Natur und das bäuerliche Leben lieben. Wenn ihr daran teilnehmen wollt, schaut mal im Internet nach – viele Bauernhöfe organisieren Wochenenden, an denen man an der Olivenöl-Produktion – von der Ernte über die Pressung bis zur Abfüllung – teilnehmen kann.

 

Kurz gesagt – es ist an euch, den richtigen Zeitpunkt für euren Besuch auf unserer Insel zu wählen. Es gibt viel zu erleben!

 

 

 

Beatles und Led Zeppelin in Cefalù?

 

 

Wahrscheinlich gibt es eine spezielle Verbindung dieser beiden Bands mit der dunklen und mysteriösen Seite Cefalùs. Eine Verbindung, die einen Vor-und Nachnamen hat, der euch wahrscheinlich wenig sagen wird und dem ihr unbedingt hinterher spüren solltet, wenn ihr uns besucht.

 

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Wir sprechen über den Briten Aleister Crowley, Magier, Okkultist, Esoteriker, aber auch Dichter und versierter Bergsteiger von Weltruhm, der 1920 in Cefalù die legendäre Abtei Thélema erbaute, die sich ganz in der Nähe unserer Villa Caterina befindet. Hier rief Crowley zusammen mit einigen Auserwählten ein soziales Experiment ins Leben, das auf dem Kult um seine Person beruhte und für viel Wirbel sorgte. Wegen einer schrillen Kostüme, seinen skrupellosen Sexualpraktiken und rituellen Opfern, derer er beschuldigt wurde, traf der britische Magier auf die Ablehnung der Einheimischen. Sowohl die Kirche als auch das faschistische Regime nutzten diesen Hass, er wurde des Satanismus angeklagt und auf Geheiß von Mussolini 1922 des Landes verwiesen.
Diese skurrile Persönlichkeit zog weltweites Interesse auf sich und jedes Jahr pilgerten Hunderte Neugierige und Anhänger des Okkultismus nach Cefalù, auch viele Persönlichkeiten der internationalen Musikszene, unter ihnen die Led Zeppelin und die Beatles. Letztere verewigten Crowley sogar auf dem Cover des Albums Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band!

 

Der Tempel der Sonne

 

Cefalùs magische Wurzeln liegen bereits im Gründungsmythos der Stadt. Ein Beispiel ist der Dianatempel auf dem Rocca, erbaut im 9. Jh. v. Chr. und dem Sonnenkult gewidmet.

Neuste archäo-astronomische Ausgrabungen haben gezeigt, dass die Eingangstür exakt nach Westen ausgerichtet ist, wo die Sonne im Frühjahr und Herbst zur Tag- und Nachtgleiche untergeht. Wenn ihr dort oben seid, nehmt doch euren Kompass zur Hand und kontrolliert die Richtung, ihr werdet beeindruckt sein, mit welcher Präzision die antiken Baumeister ihre Berechnungen durchgeführt haben.

 

 

Stürme zerschneiden

 

Magie, Mythen, Esoterik – diese Begriffe sind untrennbar mit den sizilianischen Volkstraditionen verbunden. Cefalù hat sein magisches Wissen bis heute bewahrt und es findet – vermischt mit religiösen Glaubenselementen – täglich Anwendung. Ein markantes Beispiel dafür sind die Fischer, wie sie versuchen, mit einem Messer Stürme und Gewitter zu bändigen, indem sie Kreuze in die Luft schneiden, Gebete und Beschwörungsformeln rezitieren, die Heiligen und Madonnen und sogar Christus anrufen.

Wenn ihr früh an einem stürmischen Morgen am Hafen spazieren geht habt ihr vielleicht Glück, diese Szene zu beobachten – eine von vielen fantastischen Geschichten, die ihr zuhause von Sizilien erzählen könnt.